Dienstag, 24. März 2009

Satanismus in den USA

Der McMartin Preschool Case

Der Fall der McMartin Preschool in Manhattan Beach (Kalifornien) war der längste und kostspieligste Kriminalprozess der amerikanischen Rechtsgeschichte. Am 12. August 1983 wandte sich die Mutter eines Kindes, das die Preschool (Vorschule) besuchte, an die Polizei. Ein Mitarbeiter der Vorschule, Ray Buckey habe ihren Sohn sexuell missbraucht. Der Leiter der zuständigen Polizeidienststelle schrieb einen vertraulichen Brief an die Eltern der anderen Kinder dieser Vorschule. In diesem Brief bat er die Eltern, ihre Kinder zu befragen, ob dieser Mitarbeiter sich auch an ihnen vergangen habe. Daraufhin wurden die Kinder der Schule von der Beratungsgesellschaft Children`s Institute International untersucht. Bei 360 lautete die Diagnose Sexueller Missbrauch.

Die Kinder berichteten u. a. auch, in satanischen Ritualen missbraucht worden zu sein. Der Prozess gegen Ray Buckey, die beiden Besitzerinnen und vier Mitarbeiter der Vorschule dauerte insgesamt sieben Jahre und kostete 13 Millionen Dollar. Es kam zu keiner Verurteilung. Dieser Fall wäre, trotz seiner Monstrosität, nicht erwähnenswert, wenn da nicht die Tunnel wären, jene Tunnel unter der Preschool, von denen viele Kinder berichtet hatten. In diese Tunnel gelangte man nach Aussage der Kinder durch Falltüren im Erdgeschoss der Vorschule. Sie führten zu einem Ausgang unter dem Kaninchenstall vor dem Gebäude sowie zu einem Nachbargebäude. In der Gerade dieses Gebäudes wurden die Kinder angeblich in Fahrzeuge verfrachtet und an andere Orte gebracht, wo sie an satanischen Gruppenritualen teilnehmen mussten.

Einige der selbstbewussteren Eltern übten Druck auf die Staatsanwaltschaft aus, nach diesen Tunneln und den Ritualplätzen außerhalb des Schulgeländes suchen zu lassen. Als sie feststellen mussten, dass die Staatsanwaltschaft mauerte, begannen sie mit eigenen, laienhaften Untersuchungen. Deren Ergebnisse nahm der Staatsanwalt allerdings nicht ernst. Doch er gab schließlich dem Druck der Eltern nach und ordnete im März 1985 eine archäologische Untersuchung an, bei der keine Tunnel gefunden wurden. Allerdings fanden die Grabungen nur außerhalb der Schule statt. Im April erlaubte der neue Besitzer des Geländes einigen nach wie vor umtriebigen Eltern eine archäologische Untersuchung in der Schule, bevor diese dem Erdboden gleich gemacht wurde, um dort ein neues Gebäude zu errichten. Die Eltern beauftragten einen namhaften Archäologen, E. Gary Stickel mit den Ausgrabungen. Er fand nicht nur solide, wissenschaftliche Beweise für die Existenz von Tunneln unter der Preschool, sondern zugleich auch Spuren des Versuchs, diese Tunnel zu kaschieren. Der Archäologe befragte eines der missbrauchten Kinder, Joanie, ob sie ihm die Stelle zeigen könne, wo sich der Eingang des Tunnels befand. Das archäologische Team grub genau an der von Joanie beschriebenen Stelle und wurde fündig.

Die Tunnel waren mit Müll aufgefüllt worden. Man fand eine Lunch-Tüte aus Plastik mit der Aufschrift: Disney Class 82/83 sowie dem Copyright 1982 Walt Disney Productions. Die Fundstelle lag in einem Tunnelbereich im Fundament der Westmauer, das 1966 gelegt worden war. Dennoch weigerte sich die Staatsanwaltschaft, diese Studie zu verwenden. Weder Stickel, noch viele Eltern konnten diese Entscheidung nachvollziehen. Schließlich war die zunächst erfolglose Suche nach Tunneln von Vertretern der Verteidigung und Skeptikern in Sachen Ritueller Missbrauch als Beweis dafür in Feld geführt worden, dass die Berichte der Kinder insgesamt auf Phantasie beruhten einer Phantasie, die durch ein Klima der Hexenjagd hervorgerufen worden sei. Und nun lagen die Beweise für die Existenz der Tunnel vor, doch die Staatsanwaltschaft war nicht interessiert. Zusätzlich erhärtete sich der Verdacht, dass Personen von höchstem Bekanntheitsgrad (berühmte Schauspieler etc.) an den Ritualen beteiligt waren.

Die Kinder sprachen auch davon ausgeflogen worden zu seien und unter freiem Himmel Zeuge von Ritualen gewesen zu sein. Diesbezügliche Untersuchungen ergaben eindeutige Belege: Zehn Flugminuten von der Preschool entfernt wurde eine „Opferstätte“ gefunden, mit Altar und satanistischen Symbolen. Die Staatsanwaltschaft war auch daran nicht interessiert. Zu diesem Thema möchte ich ihnen einen Vortrag von Ted Gunderson ans Herz legen, ein ehemaliger FBI Agent, der sich zusammen mit einer betroffenen Mutter die Mühe gemacht hat, seine Untersuchungen zum McMartin Preschool Case der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ted Gunderson über den McMartin Preschool Case
!!!Achtung, kann triggern!!! für Kinder nicht geeignet!!!

1 Kommentar:

michael hat gesagt…

infos zu janett seemann gibt's auf Justiz und ihre Opfer - Janett Seemann!
Ist Angela Merkel eine Auftragsmoerderin, oder nennt man das Beihilfe zum Mord an deutschen Buergern?
siehe: Opfer von Psychopathen mit Jura-Studium